aufsteigen


aufsteigen

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auf|stei|gen ['au̮fʃtai̮gn̩], stieg auf, aufgestiegen <itr.; ist:
1. auf etwas steigen /Ggs. absteigen/: auf das Fahrrad, das Pferd aufsteigen.
Syn.: aufsitzen, aufspringen, sich in den Sattel schwingen.
2.
a) in die Höhe steigen:
Rauch stieg [aus dem Schornstein] auf.
Syn.: sich erheben.
b) (als Zweifel o. Ä. in jmdm.) entstehen, lebendig werden:
Angst stieg in mir auf; ein Verdacht stieg in ihnen auf.
Syn.: aufkommen, auftauchen, auftreten, sich bilden, sich einstellen, erscheinen, erwachen.
3.
a) in eine bestimmte höhere [berufliche] Stellung gelangen:
sie stieg zur Ministerin auf (wurde Ministerin).
Syn.: aufrücken, befördert werden, die Treppe rauffallen (ugs.), emporkommen, hochkommen.
b) (besonders im Sport) in eine höhere Klasse eingestuft werden /Ggs. absteigen/: die Mannschaft stieg auf.
Syn.: aufrücken.

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auf||stei|gen 〈V. intr. 253; ist
1. ein Pferd besteigen
2. auf ein Fahrzeug (Fahrrad, Motorrad, Fuhrwerk) steigen
3. in die Höhe fliegen, sich in die Luft erheben (Flugzeug, Vogel)
4. in die Höhe steigen (Nebel, Rauch)
5. am Himmel emporsteigen (Gestirne)
6. 〈Sp.〉 in eine höhere Spiel- bzw. Leistungsklasse eintreten
7. 〈fig.〉 befördert werden, sich hocharbeiten
● mir stieg der Gedanke auf mir kam der Gedanke; ein Gewitter steigt auf zieht herauf; die Tränen stiegen ihr auf ● jmdn. \aufsteigen lassen mit dem Motorrad, Fuhrwerk mitnehmen; einen Drachen \aufsteigen lassen ● Erinnerungen steigen in mir auf; Übelkeit stieg in mir auf; ein Bild stieg vor mir, vor meinem inneren Auge auf ● sich auf dem \aufsteigenden Ast befinden 〈fig.〉 vorwärtskommen (Person), aufblühen (Geschäft); gegen die \aufsteigenden Tränen ankämpfen; Blutsverwandte in der \aufsteigenden Linie alle Vorfahren

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auf|stei|gen <st. V.; ist:
1. auf ein Fahrzeug steigen, ein Fahrzeug, ein Reittier besteigen:
auf das Fahrrad, den Traktor a.;
auf das Pferd a.;
er startete sein Motorrad, ehe er mich [hinten] a. ließ.
2. bergan, auf einen Berg steigen; hinaufsteigen:
auf einen Berg, zum Gipfel a.
3.
a) in die Höhe, nach oben steigen, hochsteigen:
die warme Luft steigt auf;
Nebel steigt [aus den Wiesen] auf;
aus der Jurte stieg Rauch auf;
der Saft steigt [in den Bäumen] auf;
b) sich fliegend in die Höhe bewegen:
ein Hubschrauber steigt auf;
mit/in einem Ballon a.;
die Sonne steigt am Horizont auf (erhebt sich über den Horizont);
c) an die Oberfläche steigen:
aus dem Meer a.;
Blasen steigen [vom Grund des Sees] auf.
4. (geh.) aufragen, sich in große Höhe erheben:
vor ihnen, vor ihren Augen stieg ein Bergmassiv auf.
5. (geh.) in jmdm. aufkommen; wach werden:
Angst, Zweifel, ein Verdacht, ein Gedanke steigt, Tränen steigen in jmdm. auf.
6.
a) beruflich, gesellschaftlich einen höheren Rang einnehmen, eine höhere Stellung erreichen:
beruflich a.;
zur Abteilungsleiterin, aus der Arbeiterklasse, in die Oberschicht a.;
er ist zu Macht und Einfluss aufgestiegen;
das aufsteigende Bürgertum;
b) (Sport) in die nächsthöhere Spielklasse eingestuft werden, sich dafür qualifizieren:
die Mannschaft ist [in die Bundesliga] aufgestiegen;
c) (österr.) in die nächste Klasse kommen, versetzt werden:
die Schülerin ist geeignet, in die zweite Klasse aufzusteigen.

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auf|stei|gen <st. V.; ist: 1. auf ein Fahrzeug steigen, ein Fahrzeug, ein Reittier besteigen: auf das Fahrrad, den Traktor a.; auf das Pferd a.; jmdn. a. lassen (auf dem Rücksitz o. Ä. eines [Motor]rades mitnehmen). 2. bergan, auf einen Berg steigen; hinaufsteigen: auf einen Berg, zum Gipfel a. 3. a) in die Höhe, aufwärts steigen, hochsteigen: die warme Luft steigt auf; Nebel steigt [aus den Wiesen] auf; der Saft steigt [in den Bäumen] auf; Aus dem dichten Grün der Berge steigt vereinzelt Rauch auf (a & r 2, 1997, 98); b) sich fliegend in die Höhe bewegen: ein Hubschrauber steigt auf; ein Flugzeug stieg gerade aus der Ebene auf (Handke, Frau 9); Wenn Wildenten aufsteigen, raschelte es im Schilf (Weber, Tote 264); mit/in einem Ballon a.; die Sonne steigt am Horizont auf (erhebt sich über den Horizont); c) an die Oberfläche steigen: aus dem Meer a.; Blasen steigen [vom Grund des Sees] auf. 4. (geh.) aufragen, sich in große Höhe erheben: vor ihren Augen stieg ein Bergmassiv auf. 5. (geh.) in jmdm. aufkommen; wach werden: Angst, Zweifel, ein Verdacht, ein Gedanke steigt, Tränen steigen in jmdm. auf; alles wusste er von ihr, dieser fremde Mann. Hass stieg in ihr auf (Danella, Hotel 294); Erinnerungsbilder waren in ihr aufgestiegen. 6. a) beruflich, gesellschaftlich einen höheren Rang einnehmen, eine höhere Stellung erreichen: beruflich a.; er gehörte zu jenen Selfmademen, die so häufig aus der Arbeiterklasse a. (Niekisch, Leben 358); ... testete die Jungvolkführung ... die Elf- und Zwölfjährigen, wer von ihnen Fähigkeiten ahnen ließ, in die Führungsspitze aufzusteigen (Loest, Pistole 70); Ihre Jugendfreundin vermittelt ihr eine Stelle beim Deutschlandfunk ..., wo die versierte Kauffrau rasch zur Leiterin der Honorarabteilung aufsteigt (Woche, 21. 3. 97, 30); er ist zu Macht u. Einfluss aufgestiegen; das aufsteigende Bürgertum; b) (Sport) in die nächsthöhere Spielklasse eingestuft werden, sich dafür qualifizieren: die Mannschaft ist [in die Bundesliga] aufgestiegen; c) (österr.) in die nächste Klasse kommen, versetzt werden: die Schülerin ist geeignet, in die zweite Klasse aufzusteigen.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Aufsteigen — Aufsteigen, verb. irreg. neutr. (S. Steigen,) welches mit dem Hülfsworte seyn verbunden wird, in die Höhe steigen. 1. Eigentlich, sich vermittelst der Füße aufwärts bewegen, wo es aber nur absolute und ohne Beyfügung des Accusativs gebraucht wird …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • aufsteigen — V. (Mittelstufe) ein Fahrzeug oder ein Reittier besteigen Beispiel: Der Junge stieg auf sein Fahrrad auf. Kollokation: auf ein Kamel aufsteigen aufsteigen V. (Mittelstufe) eine höhere Stellung erhalten, befördert werden Beispiele: Die… …   Extremes Deutsch

  • Aufsteigen — Aufsteigen, 1) sich erhebend sichtbar werden, bes. am Horizont von Himmelskörpern, Gewölke, Rauch, von einer Raquete, einem Luftballon etc.; 2) (Reiik.), so v.w. Aufsitzen; 3) A. aus dem Magen, so v.w. Aufstoßen 5); A. der Gebärmutter, s. u.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • aufsteigen — ↑avancieren …   Das große Fremdwörterbuch

  • aufsteigen — [Wichtig (Rating 3200 5600)] Auch: • aufgehen Bsp.: • Erinnerst du dich, wie wir letztes Jahr in der Bretagne am Strand saßen und zusahen, wie die Sonne aufging? …   Deutsch Wörterbuch

  • aufsteigen — auf·stei·gen (ist) [Vi] 1 jemand / etwas steigt auf jemand / etwas steigt nach oben: zur Spitze des Berges aufsteigen; Der Ballon stieg rasch auf 2 jemand / etwas steigt auf jemand / etwas bewegt sich in einer Flüssigkeit nach oben <Blasen;… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • aufsteigen — 1. aufsitzen, besteigen, sich hinaufschwingen, sich hochschwingen, sich schwingen, steigen; (ugs.): klettern. 2. besteigen, emporsteigen, erklettern, ersteigen, heraufsteigen, hinaufgehen, hinaufklettern, hinaufsteigen, hochsteigen, klettern,… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Aufsteigen — 1. Als er aufgestiegen war, setzte er seine Schenkel in Bewegung (um das Thier, worauf er ritt, anzutreiben). – Burckhardt. Wenn jemand in seiner Gewalt erst festsitzt, beginnt er zu unterdrücken und zu tyrannisiren. 2. Wer aufsteigen will, muss… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • aufsteigen — auf|stei|gen (österreichisch auch für in die nächste Klasse kommen) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Schibergsteigen — Aufsteigen mit Tourenski Abfahrt im Pulverschnee Unter Skibergsteigen oder Skitourengehen versteht man das Besteigen von Bergen auf Skiern und die Talfahrt abseits präparierter Skipisten in idealerweise unverspurtem Gelä …   Deutsch Wikipedia


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